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Stifterweg in Quedlinburg wird erneut erweitert

Quedlinburg/MZ – Der Stifterweg, auf dem Quedlinburger wie alle Interessierten Medaillen verlegen lassen und so ihre Verbundenheit mit der Welterbestadt zum Ausdruck bringen können, ist erneut erweitert worden. Den entsprechenden Beschluss hat der Vorstand der Bürgerstimmung einstimmig gefasst.

Ab sofort ist das Verlegen im gesamten Gebiet der Kernstadt möglich, sagt Jörg Finck, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung für Quedlinburg und hier zuständig für den Stifterweg. Dieser wurde im Jahr 2016 als gemeinsames Projekt der Bürgerstiftung und der Stadt Quedlinburg gestartet.

Mit dem Verlegen der Medaillen auf dem Weg soll Geld gesammelt werden, um soziale, kulturelle oder sportliche Projekte zu unterstützen: Der Finanzierungsbetrag setzt sich aus den Kosten für die Herstellung der Medaille und einer Spende zusammen. Zugleich sollten mit den Stiftermedaillen auch die historischen und touristischen Wege in der Stadt markiert werden. Begonnen wurde da mit dem Ring von Straßen in Alt- und Neustadt, die zum „Einkaufserlebnis historische Innenstadt“ gehören – der vielen Quedlinburgern noch geläufigen sogenannten Null. Hier sei zunächst in 50 Meter Abstand verlegt, dann auf 25 Meter verdichtet worden, berichtet Jörg Finck. „Einzelne kleine Wunschstellen lassen sich hier immer noch finden“, aber im Grunde seien die möglichen Verlegeplätze voll.

Weshalb der Stifterweg dann erweitert worden sei in Richtung Schlossberg, wobei die Straßen wie Blasii- oder Hohe Straße ebenfalls zum „Einkaufserlebnis historische Innenstadt“ gehören. „Auch diese Erweiterung ist schon intestine gefüllt.“ Der Stadt zu helfen, indem durch die Stiftermedaillen Wege markiert, besonders gekennzeichnet werden, „dieses Ziel ist mit der ‚Null’ und dem Weg zum Schloss erreicht“, sagt Jörg Finck. Das sei ein Anlass gewesen, über eine erneute Erweiterung des Stifterwegs nachzudenken.

Der zweiter Anlass: „Es gibt schon seit einiger Zeit die Nachfrage nach Stellen außerhalb des ofziellen Stifterweges.“ Die Interessenten, die gern an anderen Plätzen Medaillen verlegt haben würden, hätten sich auf eine Warteliste begeben. „Mit dem Versprechen, wenn es soweit ist, rufe ich sie an.“

Innerhalb der Bürgerstiftung – in Kuratorium und Vorstand – sei nun diskutiert worden, wie eine Erweiterung des ursprünglichen Weges erfolgen solle, um allen Interessierten das Verlegen einer Medaille zu ermöglichen. „Wir haben mit Beschluss den Stifterweg auf das komplette Gebiet der Kernstadt erweitert.“

Theoretisch möglich wäre es somit, beispielsweise auch auf dem Kleers vor der Haustür eines großen Wohnblocks eine Medaille zu verlegen. „Wir stellen uns das so vor, dass wir mit den Interessenten reden, wo sie ihre Medaille verlegen möchten, und dass es schön wäre, wenn das an einer Stelle erfolgt, wo die Medaille auch zur Wirkung kommt“, erläutert das Vorstandsmitglied.

80 Bronzeplaketten, die es in drei Motiven gibt, sind inzwischen verlegt worden über das Projekt, das auch über die Area hinaus Interesse erregt hat: So ist ein Magazin für Stiftungswesen, das in Deutschland, Österreich und der Schweiz erscheint, auf die Quedlinburger zugemen. Die dann die Möglichkeit gehabt hätten, darüber zu sprechen, wie Bürgerstiftungen in kleinen oder mittleren Städten aktiv werden könnten. „Unser Hauptanliegen ist es ja nicht, die Wege der Stadt mit Medaillen zu verschönern“, sagt Jörg Finck. „Unser Hauptanliegen ist, soziale Projekte, Bürgerschaftprojekte zu fördern, finanziell zu unterstützen.“ Dabei könne nur ausgegeben werden, was zuvor eingeworben worden sei. Und das Einwerben „hat über den Stifterweg in den vergangenen sechs Jahren intestine geklappt“. So konnten etwa im vergangenen Jahr mehr als 10.000 Euro ausgereicht werden. „Wir würden uns freuen, wenn das so weiterläuft.“

Anfragen gebe es nach wie vor, ob daraus ein Stiften werde, sei abzuwarten. „Auch da ist uns die Idee der Erweiterung des Stifterweges wichtig. Wir möchten denen, die überlegen, entgegenkommen, dass sie auf der ‚Null’, auf der Erweiterung, aber auch an einer anderen Stelle, an der sie das möchten, ihre Medaille verlegen lassen können.“ Gab es auf dem bisherigen Stifterweg mit dem Fachbereich Bauen und weiteren Beteiligten der Stadtverwaltung abgestimmte Stellen, die für ein Verlegen in Frage kamen, ist das außerhalb dieses Weges „völlig frei“, so Jörg Finck. Weshalb der Spendenanteil beim Stiften einer Medaille hier – wie auch bisher bei selbst gewählten Plätzen auf dem Weg – höher sei.

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