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Schlafexpertin: Wenn diese Punkte zutreffen, solltet ihr besser in getrennten Betten schlafen

Schlafexpertin rät
Wenn diese Punkte zutreffen, solltet ihr besser in getrennten Betten schlafen

© contrastwerkstatt

Für viele gibt es nichts Schöneres als neben dem:der Companion:in einzuschlafen. Doch wenn wir merken, dass wir dadurch schlechter zur Ruhe kommen, könnte eine “Schlaf-Scheidung” die Lösung sein. Eine Schlafexpertin verrät, worum es dabei geht, wann sie sinnvoll ist und wie man sie am besten durchführt.

Wir alle schlafen unterschiedlich: während manche Hintergrundgeräusche zum Einschlafen brauchen, benötigen andere komplette Ruhe. Aber auch unsere Bettgenoss:innen beeinflussen unsere Schlafqualität: Wenn wir mit einer anderen Individual zusammen in einem Bett schlafen, kann es vorkommen, dass unser:e Companion:in ein anderes Schlafverhalten hat. Was tut man additionally, wenn sich dieses so weit unterscheidet, dass letztendlich beide schlecht schlafen? Hier kann es helfen, wenn sich beide Parteien dazu entscheiden, ab und zu die Nächte voneinander getrennt zu schlafen, erklärt Schlaf-Expertin Shelby Harris gegenüber “CNBC”. Entgegen der häufigen Annahme, dass Paare die getrennt voneinander schlafen, Probleme in ihrer Beziehung häzzen, kann es in den meisten Fällen sogar richtig guttun.

Braucht ihr eine Schlaf-Scheidung?

Um herauszufinden, ob du und dein:e Companion:in eine “Schlaf-Scheidung“ braucht, könnt ihr beobachten, wie weit ihr euch gegenseitig beim Schlafen beeinträchtigt. Übrigens schlafen Frauen laut “Deutscher Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin eV” oftmals schlechter als Männer – und sei es, weil sie nachts ihre Liste der Care-Arbeit durchgehen. Weil guter Schlaf aber für beide Partien wichtig ist, empfiehlt Shelby Harris, auf folgende Faktoren zu achten:

1. Habt ihr stark voneinander abweichende Schlafrythmen?
Ist dein:e Companion:in eher nachtaktiv, während du am liebsten früh aufstehst oder ihr zu unterschiedlichen Zeiten arbeitet, können Wecker oder andere Geräusche den anderen in seinem:ihrem Schlaf stören.

2. Schlaft ihr unterschiedlich tief?

Auch hier können vor allem Wecker oder Licht dazu führen, dass der:diejenige mit einem leichten Schlaf schnell aufwacht und sich am nächsten Tag unausgeschlafen fühlt.

3. Beeinträchtigt euch das Schlafverhalten des jeweils anderen bereits stark?

Ein Thema, das vielen Paaren bekannt sein könnte, ist das Schnarchen. Während der:die ein:e nichts davon mitbekommt, kriegt die andere Individual kaum ein Auge zu. Auch Bewegungen oder das Reden in Schlaf sind oft ein Grund, wieso wir uns morgens nicht richtig erholt fühlen.

4. Habt ihr unterschiedliche Präferenzen in eurer Schlafroutine?

Wie bereits erwähnt, können vor allem Einschlafgewohnheiten wie Temperatur, Härtegrad der Matratze und Helligkeit voneinander abweichen. Bei so individuellen Faktoren ist es überhaupt nicht verwunderlich, wenn eure Präferenzen weit auseinander gehen.

Natürlich sind die oben genannten Punkte nicht direkt ein Grund, das Schlafzimmer zu wechseln und ein zweites Bett zu kaufen. Viele dieser Dinge lassen sich auch durch kleine Kompromisse lösen: Harris empfiehlt zum Beispiel vibrierende Kissen oder Armbänder als lautlose Wecker. Auch gedimmtes Licht kann Probleme, wie einen unterschiedlichen Tages- und Schlafrythmus, ausgleichen.

Schnarchen oder andere Schlafverhalten können ärztlich untersucht werden und sowohl zu einem ruhigeren Schlaf verhelfen, als auch gesundheitliche Auslöser ausschließen.Wenn auch diese Maßnahmen euch nicht weiterhelfen, könnte getrenntes Schlafen eine Possibility für euch sein.

Und hier einmal Entwarnung: Viele Paare machen sich auch Gedanken darüber, welche Auswirkungen getrennte Schlafzimmer auf ihre Intimität haben könnte. Dabei könnte die Schlafscheidung sogar frischen Wind ins Liebesleben bringen, wenn ihr euch in einem Bett dafür “trefft”. Und natürlich kann jedes Paar ganz für sich rausfinden, wie oft und wo ihr eure Nächte voneinander getrennt verbringt. Letztendlich kann eine gute Schlaflösung für beide Parteien sogar sehr befreiend sein – und zusätzlichen Stress von der Beziehung nehmen. Auf “Whisper” haben Eheleute sogar schon berichtet, so ihre Beziehung gerettet zu haben…

Verwendete Quellen: cnbc.com, whisper.sh, Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin eV

Brigitte

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