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BSKP®-Rechtstipp: Das richtige Testomony für Ehepartner | Free Press

Vorsicht beim Berliner Testomony! – Wie Ehegatten richtig vorsorgen

Besteht beim Berliner Testomony ein Pflichtteilsrisiko?

Nachteil des Berliner Testamentes ist unter anderem die Belastung des überlebenden Ehegatten mit Pflichtteilsansprüchen. Besteht der Nachlass beispielsweise aus einer Immobilie, kann dies zu Liquiditätsproblemen führen mit der Folge, dass das Haus unter Umständen sogar verkauft werden muss. Durch das “richtige Testomony” ist häufig eine Lösung zu erreichen, ohne dass die Kinder auf ihren Pflichtteil verzichten müssen.

Stellt es ein Downside dar, wenn mein Ehemann das Geburtsdatum und die aktuelle Wohnanschrift des enterbten Sohnes aus erster Ehe nicht kennt?

Fehlende Daten ändern nichts an der Wirksamkeit des Testamentes. Allerdings wird es später schwer im Falle des Ablebens des Ehemannes, den Sohn von der Enterbung zu informieren. Wenn er keine Kenntnis vom Ableben des Vaters und dem Testomony hat, beginnt die 3-jährige Verjährungsfrist des Pflichtteilsanspruchs nicht zu laufen.

Wir sind in 2. Ehe verheiratet. Jeder hat aus 1. Ehe Kinder. Ist ein Berliner Testomony sinnvoll?

Bei einem Berliner Testomony setzen sich die Eheleute gegenseitig zu Alleinerben und in der Regel die gemeinsamen Kinder zu Schlusserben nach dem Tod des überlebenden Ehegatten ein. In Patchwork-Konstellationen funktioniert dies meist nicht so problemlos. Wenn der Ehemann beispielsweise 1 Variety und die Ehefrau 2 Kinder aus 1. Ehe hat, kann ein Berliner Testomony dann problematisch sein, wenn alle 3 Kinder zu 1/3 als Schlusserben eingesetzt wurden. In diesem Fall kann das Variety des Ehemannes seinen Pflichtteil fordern und erhält nach seinem Tod die Hälfte des Nachlasses, additionally mehr als das Drittel im Testomony.

Wie können Pflichtteilsansprüche von ehelichen Kindern oder Kindern aus anderen Beziehungen reduziert werden?

Beispielsweise durch Vereinbarung einer Pflichtteilsstrafklausel im Ehegattestament oder der Anordnung eines angemessenen Geldvermächtnisses können die Abkömmlinge unter Umständen dazu bewegt werden, nicht ihren Pflichtteil nach dem Versterben des ersten Elternteils zu fordern. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass Ehegatten vom gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft zum Güterstand der Gütertrennung wechseln und den Zugewinnausgleich durchzuführen. Eine konkrete Prüfung durch den Fachanwalt für Erb- und Familienrecht ist zu empfehlen, da durch den Wechsel des Güterstandes sich auch die Höhe der Pflichtteilsquoten verändern.

Werden Schenkungen unter Eheleuten beim Pflichtteil berücksichtigt?

Ja und zwar im Rahmen des Pflichtteilsergänzungsanspruchs. Alle Schenkungen (beispielsweise die Übertragung des Miteigentumsanteils an den anderen Ehegatten) werden beim Pflichtteil mitberücksichtigt, auch wenn sie länger als 10 Jahre zurückliegen. Dies gilt übrigens auch, wenn eine Immobilie bei gleichzeitiger Einräumung eines Nießbrauchs- oder Wohnrechts an Kinder übertragen werden.

Was passiert, wenn die Witwe/Witwer nach dem Tod des Ehegatten wieder heiratet?

Mit der Eheschließung ist der neue Ehepartner erb- und pflichtteilsberechtigt am Nachlass der wiederverheirateten Witwe/Witwers. Es besteht die Möglichkeit, dass hierdurch Vermögen – auch des vorverstorbenen Ehegatten – an den neuen Ehepartner abfließt und der Nachlass zu Lasten der gemeinsamen Kinder geschmälert wird. Aus diesem Grund ist eine testamentarische Regelung in Kind einer Wiederverheiratungsklausel dringend zu empfehlen.

Diese und weitere Fragen werden im Rahmen der Vertragsveranstaltung “Vorsicht beim Berliner Testomony! – Wie Ehegatten richtig vorsorgen“am Donnerstag, dem 02.02.2023, 18:00 Uhr in den Räumlichkeiten der Kanzlei BSKP, Kaufhausgasse 3, 09599 Freiberg beantwortet. Um Anmeldung unter 03731/26600 order by E-Mail an popp@bskp.de wird gebeten.

Weitere Informationen zu Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung sowie Rechtsberatung finden Sie hier.

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